Über 100 Jahre alt und immer noch putzmunter - auf den hier verlinkten Seiten möchten wir ein wenig über die bewegte Geschichte des Vereins berichten.

Die SV Eintracht - als reiner Fußballverein gegründet - war in früheren Jahren sehr vielseitig im Sportangebot und im norddeutschen Raum für viele Vereine ein Vorbild. Dieser Rückblick soll dazu dienen, dass nicht nur die früheren Jahre wieder interessant werden, sondern auch einzelne Mitglieder dazu anregt, sich Gedanken zu machen über mehr Initiativen, um den Verein in der Breite zu stärken - sei es durch ein Wiederaufleben "alter" Abteilungen.

Ganz vollständig ist der Rückblick noch nicht, dazu gibt zum Beispiel die lange Handballtradition zuviel Berichtenswertes her.

Zwei Abteilungen sind gar nicht weiter erwähnt, weil keine Informationen mehr vorgefunden wurden: das Jugend-Streichorchester wurde 1922 aufgelöst, die Theatergruppe trat Mitte der zwanziger Jahre zur Herren-Abteilung über.

Viel Spaß beim Stöbern in der Vergangenheit und keine Sorge - Staub wird nirgends zu finden sein...!

 

Gesangsabteilungnach oben

Aus froher Laune heraus wurde der Singzirkel 1932 geboren. Nach den ersten schüchternen Versuchen wuchs die Abteilung bis auf 30 Sänger an. Anlässlich des 30jährigen Stiftungsfestes und der Einweihung des Ehrenmals auf der Sportanlage "Hasenburg" im Jahre 1933 trat der Singzirkel erstmalig in der Öffentlichkeit auf. In den nachfolgenden Jahren gab es keine Veranstaltung der SV Eintracht, die von den Sängern nicht begleitet wurde.

Da fast alle Sänger zum Wehrdienst eingezogen wurden, musste das Singen eingestellt werden.
Die Kegelabteilungnach oben

1949 entschlossen sich ehemalige Vorstandsmitglieder der SV Eintracht, die sich nicht mehr am aktiven Spielbetrieb der einzelnen Sparten beteiligten, durch Gründung der Kegelabteilung weiterhin sportlich zu betätigen. Dazu wurde die Doppelkegelbahn im damaligen Vereinsheim "Lüneburger Hof" genutzt. 1974 konnte das 25jährige Bestehen der Abteilung noch gefeiert werden. Einige Mitglieder verstarben, Nachwuchs war nicht in Sicht. Da kam der Brief des Lüneburger Kegler-Vereins (LKV) gerade recht, ob man nicht am Punktspielbetrieb teilnehmen wolle. Als "KSK Eintracht" trat man über. Eine Rückführung in die "alte Eintracht" stieß in späteren Jahren auf taube Ohren. Heute firmieren die Kegler nach der Fusion als BK 04 "Eintracht" und sind ein Unterverein des LKV.

Die Leichtathletikabteilungnach oben

Nach Gründung der Abteilung im Jahre 1911 bestand die Leichtathletikabteilung nur aus einem kleinen Häuflein Interessierter. Das änderte sich, nachdem die ersten Erfolge bei Armee-Gepäckmärschen, Staffelläufen und Wettkämpfen zur Vorbereitung der Olympischen Spiele 1916 zu verzeichnen waren. Der 1. Weltkrieg machte jedoch alles zunichte. "Ihan" Chr. Bohndorff setzte sich nach dem Krieg für die Abteilungsbelange ein. Der große Aufschwung kam 1926. R. F. Schulze-Berndt, der spätere 1. Vorsitzende, setzte ein neues Zeichen mit dem Bau einer kompletten Leichtathletik-Anlage auf der neuen Sportanlage. Auch entstand in jenem Jahr eine Damensportabteilung. Herbert Ostermann, Kreis- und Bezirksmeister auf den langen Laufstrecken, versuchte die Abteilung aufrecht zu erhalten. Der 2. Weltkrieg und die Sperrung des Platzes bis 1958 machten ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung.

Die Schachabteilungnach oben

Friedrich Gragert, ein großer Freund des Schachspielens, zog im Laufe der Jahre immer mehr Gleichgesinnte zur SV Eintracht. So kam es 1934 zur Gründung der Schachabteilung. Auch wenn diese nur sehr klein war, herrschte doch eine gute Stimmung. Leider unterbrach der 2. Weltkrieg die Tätigkeit, was zugleich auch das Ende der Abteilung bedeutete.

Die Schwimmabteilungnach oben

Die Schwimmabteilung wurde von Wilhelm Wedler 1911 gegründet und wuchs nur sehr langsam. Etwas besser wurde es, als ein Herr Koop, Besitzer einer Badeanstalt, auch den Posten des ersten Vorsitzenden übernahm. Nun boten sich erheblich bessere Trainingsmöglichkeiten an, so dass das Interesse an dieser Sportart wuchs.

Wasserball-Mannschaft von 1922 Einen starken Auftrieb bekam die Abteilung 1928, als die ehemalige Militär-Badeanstalt gepachtet und gleichzeitig ein Bademeister eingestellt wurde. Wo Veranstaltungen auf dem Terminkalender standen, wurden sie größtenteils siegreich genutzt. Ein kleiner Rückschlag entstand durch die Kündigung der Badeanstalt im Jahre 1933, da der Militärfiskus diese für eigene Zwecke benötigte. Aber durch Arthur Zorn bekam die Abteilung wieder Auftrieb.

Nach Beendigung des 2. Weltkrieges fand die Abteilung in Helmut Mattauch einen neuen Mann an der Spitze. Wenngleich auch mehrere Spitzenkönner dem neu gegründeten Lüneburger Schwimm Club beitraten, gab Helmut Mattauch nicht auf und fing mit Jugendlichen neu an. Ein Aufschwung begann wieder im Jahre 1960, nachdem das Lüneburger Hallenbad als Trainingsmöglichkeit zur Verfügung stand. In diesen Jahren hatte die Abteilung ihre größte Zeit. Erfolge auf Bezirks-, Landesebene stellten sich ein. Selbst bei Deutschen Meisterschaften schnitten die Eintracht-Schwimmer gut ab.

In den 80er Jahren ebbte das Interesse dann allerdings ab, so dass sich die Abteilung eines Tages auflösen musste.

Die Tischtennisabteilungnach oben

Fritz Thrun war es, der der Abteilung nach ihrer Gründung im Jahre 1948 sofort zum nötigen Aufschwung verhalf. Das gute Abschneiden bei Mannschafts- und Einzelkämpfen führte der Abteilung viele neue Mitglieder zu. Selbst die Fußballer, die durch die Hallennot kein Hallentraining durchführen konnten, benutzten diesen Sport zum Ausgleich. Aber leider war die Abteilung auf eine kleine Halle angewiesen, was die Entwicklung stark hemmte. Auch Thruns Nachfolger konnten die Schwierigkeiten nicht meistern und so kam es, dass die Sparte in den fünfziger Jahren wieder eingestellt wurde.


Die Vereinschroniknach oben
18.08.1903 Gründung des F.C. "Favorite" von 1903 im Restaurant "Wintergarten", Am Berge, durch H. Müller, Wilhelm Wedler, A. Laes, Wilhelm Detels und A. Schulz
1903 Erstes Spiel gegen den Lüneburger Fußball Club (heute Lüneburger SK) - Sieg mit 2:0! Spielkleidung: weiße Hosen, schwarzer Sweater und rote bzw. weiße Kopfbedeckung
15.04.1905 Gründung des Norddeutschen Fußballverbandes in Hamburg - das Gründungsprotokoll unterzeichnet auch ein Vertreter des F.C. "Favorite": Wilhelm König
10.05.1905 Übertritt des F.C. "Hansa" zum F.C. "Favorite", neuer Name des Vereins:

"Sportvereinigung Eintracht von 1903"

1910 Einführung der neuen Spielkleidung: weiße Hose und blaues Hemd
1912 Gründung einer Jugend-Abteilung durch "Onkel" Adolf Kliefoth
1913 10jähriges Bestehen mit vielen Veranstaltungen - u. a. mit Armee-Gepäckmarsch und Fußball-Pokal-Wettkämpfen, Steigerung der Mitgliederzahl auf 200
1914-1918 1. Weltkrieg - 187 von 216 Mitgliedern ziehen ins Feld
1919 Gründung der Tennisabteilung
1928

25jähriges Stiftungsfest - Pachtung der Militär-Badeanstalt

 

Für die Zeit von 1903 bis 1928 steht ein ausführlicher Bericht zur Verfügung, der in der "Denkschrift zum 25jährigen Bestehen der Sportvereinigung Eintracht v. 1903 e. V., Lüneburg" veröffentlicht wurde.
   

04.08.1929

Eröffnung der neuen Sportplatzanlage "Hasenburg" mit dem Spiel gegen den FC Leeuwarden (Niederlande)

1933 30jähriges Stiftungsfest - Einweihung des zweiten Sportplatzes
1939 - 1945 2. Weltkrieg - die SV Eintracht stellt als einziger Zivilverein in Lüneburg den Sportbetrieb nicht ein
1945 Beschlagnahmung der Platzanlage durch die britische Besatzungsmacht
1948 Meisterschaft in der Olympia-Staffel (Hamburger Fußball-Verband)
1953 50-Jahr-Feier mit Freundschaftsspiel gegen den FC St. Pauli
Januar 1954 Gründung der Auswärtigen-Alten-Herren-Abteilung
1957 Übertritt der Liga-Mannschaft in den Spielbetrieb des Niedersächsischen Fußball-Verbandes
1958 Rückgabe der Sportplatzanlage "Hasenburg" durch die englische Besatzungsmacht an die SV Eintracht
1962 Aufstieg in die Amateur-Oberliga
1965 Abstieg aus der Amateur-Oberliga / Freundschaftsspiel gegen Eintracht Braunschweig
1969 Freundschaftsspiel gegen den Hamburger SV
Sommer 1970 Vierwöchige Reise der Liga-Mannschaft in die USA mit sieben Freundschaftsspielen
18.11.1970 Einweihung des Jugendheims
17.06.1972 A-Junioren werden durch ein 2:3 gegen Hannover 96 in Bad Fallingbostel Norddeutscher Vizemeister
1973 Einweihung des "Bettenhauses" / Gründung der Damengymnastikabteilung
1974 Freundschaftsspiel gegen Bundesligist Eintracht Braunschweig (1:5)
1975 Freundschaftsspiel gegen Werder Bremen
1976 Erste Herren gewinnt den Bezirkspokal - 2:0 gegen den SV Groß Oesingen
13.09.1978 Freundschaftsspiel gegen den Hamburger SV (2:5) vor 3.500 Zuschauern anlässlich des 75jährigen Vereinsjubiläums
1985 Aufstieg der Damen-Handballerinnen in die Regionalliga Nord
1987 Wiedergründung der Tennisabteilung
14.07.1989 Einweihung des Tennisheims und der -plätze
01.06.1995 Eintritt der Handballabteilung der SV Eintracht in die HSG Lüneburg
1999 Grundstückskauf (20.755 qm) - der B- und C-Platz wird endgültig Vereinseigentum
2003 Großes Jubiläumsjahr zum 100jährigen Bestehen mit vielen Veranstaltungen

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